“Rudu Dienst” 24 Stunden Pflege

Sehr viele ungelernte und gelernte Fachkräfte machen sich auf den Weg und arbeiten in Deutschland in der hauswirtschaftlichen Versorgung. Viele Arbeitnehmer wissen es nicht, dass das Gesetz (2. PflegeArbbV) einen Pflichtmindestlohn in der Pflege vorschreibt. Hierzu gehört natürlich gesagt zu werden, dass, dieser Lohn nur dann geltend gemacht werden kann, wenn der/die Pfleger/in wirklich pflegerische Tätigkeiten ausübt.
Die Stundenlöhne betragen zur Zeit: in den alten Bundesländern 10,20€ und in den neuen Bundesländern 9,50€ pro Arbeitsstunde.

Was bedeutet es? Alle, die in der Pflege tätig sind, müssen diesen Mindeststundenlohn bekommen.Es muss noch von vorneherein geklärt werden:es gibt keine 24 Stunden Arbeit. Die Arbeitszeitgesetze gelten auch in der Pflege und ja, auch in der Hauswirtschaft. Wenn man 24 Stunden arbeitet, dann muss man auch 24 Stunden bezahlt bekommen.

Viele Arbeitgeber sagen,dass der/die Pfleger/in in der Nacht sowieso schläft. Ja, das stimmt, aber die Verantwortung für die verpflegte Person trägt der/die Pfleger/in ob Tag oder Nacht…. Wenn man ihre Freizeit nicht selber einteilen kann, wenn man sich melden muss und die Wohnung nicht verlassen darf, dann kann wohl über keine Freizeit gesprochen werden. Der/die Pfleger/in ist dann wohl in Arbeitsbereitschaft. Die Arbeitsbereitschaft muss auch vergütet werden. Die Bereitschaftszeiten sind als Arbeitszeiten zu werten. Dieser Lohn darf nicht niedriger sein, als der gesetzliche Mindestlohn. Das Gericht hat im Jahr 2010 bei einem Fall so ein Urteil getroffen und hat einer Pflegerin eine Nachzahlung von 2000€ zugesprochen.

Viele Arbeitgeber nehmen es mit der Freizeit nicht ganz genau und viele Pflegeri/nnen können gar keine Freizeit haben. Neben der Betreuung haben sie noch Aufgaben in dem Haushalt. Es ist leider nicht selten, dass sie 2-6 Wochen ohne Freizeit durcharbeiten.

Es empfiehlt sich mit dem Arbeitgeber zu reden und Freizeit zu verlangen.